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3 Min. Lesezeit · Restio Team

Arbeitszimmer oder Homeoffice-Pauschale 2026?

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Du arbeitest von zu Hause – aber wie setzt du das 2026 ab? Es gibt zwei Wege, und welcher sich lohnt, hängt von einem einzigen Test und ein paar Zahlen ab. Diese Anleitung erklärt dir den Unterschied zwischen echtem Arbeitszimmer und Homeoffice-Pauschale, wann welcher Weg mehr bringt und was du zusätzlich absetzen kannst.

Kurz & knapp: Das häusliche Arbeitszimmer (abgetrennter Raum als Mittelpunkt deiner Tätigkeit) bringt tatsächliche Kosten unbegrenzt oder pauschal 1.260 €/Jahr. Die Homeoffice-Pauschale bringt 6 € pro Tag, max. 210 Tage = 1.260 €ohne eigenen Raum. Arbeitsmittel wie Schreibtisch und Laptop setzt du zusätzlich ab.

Weg 1: Das häusliche Arbeitszimmer

Ein häusliches Arbeitszimmer setzt du nur ab, wenn es zwei Bedingungen erfüllt:

  1. Abgetrennter Raum, (nahezu) ausschließlich beruflich genutzt – die Arbeitsecke im Wohnzimmer zählt nicht.
  2. Mittelpunkt deiner gesamten beruflichen Tätigkeit – hier findet der wesentliche Teil deiner Arbeit statt.

Sind beide erfüllt, hast du die Wahl:

  • Tatsächliche Kosten – anteilige Miete, Strom, Heizung, Reinigung, unbegrenzt nach Flächenanteil.
  • Jahrespauschale 1.260 € – ohne Nachweis der Einzelkosten, seit 2023.

Weg 2: Die Homeoffice-Pauschale

Bildet dein Zuhause nicht den Mittelpunkt oder hast du gar kein separates Zimmer, greift die Tagespauschale:

  • 6 € pro Kalendertag, an dem du überwiegend zu Hause gearbeitet hast,
  • höchstens 210 Tage im Jahr → maximal 1.260 €.

Du brauchst keinen eigenen Raum – auch der Küchentisch zählt. An einem Tag mit Homeoffice und Auswärtstätigkeit gilt: meist nur eines von beidem.

Welcher Weg lohnt sich?

ArbeitszimmerHomeoffice-Pauschale
Eigener Raum nötig?janein
Mittelpunkt nötig?janein
Höhetatsächliche Kosten oder 1.260 €6 €/Tag, max. 1.260 €
Aufwandhöher (Nachweise)niedrig

Faustregel: Hast du einen echten, ausschließlich beruflich genutzten Raum als Tätigkeitsmittelpunkt und anteilige Kosten über 1.260 €, nimm die tatsächlichen Kosten. Sonst ist die 1.260-€-Pauschale (Jahrespauschale oder Tagespauschale) einfacher und oft genauso hoch.

Beispiel-Rechnung

Lehrerin Petra unterrichtet in der Schule, korrigiert aber abends 180 Tage im Jahr zu Hause. Ihr Zuhause ist nicht Mittelpunkt (das ist die Schule).

  • Arbeitszimmer? Nein – kein Mittelpunkt.
  • Homeoffice-Pauschale: 180 Tage × 6 € = 1.080 €

Übersetzer Ben arbeitet komplett von zu Hause in einem eigenen Büro. Anteilige Raumkosten: 1.900 €/Jahr.

  • Mittelpunkt? Ja. Tatsächliche Kosten 1.900 € schlagen die 1.260-€-Pauschale.

Arbeitsmittel kommen obendrauf

Unabhängig vom gewählten Weg setzt du Arbeitsmittel zusätzlich ab: Schreibtisch, Bürostuhl, Laptop, Monitor, Regale. Bis 800 € netto sofort, darüber über die Abschreibung. Mehr dazu in Arbeitsmittel absetzen.

Den Vergleich zwischen Pendeln und Homeoffice rechnest du mit dem Pendler-Homeoffice-Rechner durch. Weitere Details zur Pauschale stehen in Homeoffice absetzen, und was sonst noch zählt, in der Werbungskosten-Liste.

Häufige Fehler

  1. Arbeitsecke als Arbeitszimmer angeben. Ohne abgetrennten Raum wird es gestrichen.
  2. Homeoffice-Tage und Pendeltage doppelt zählen. Pro Tag meist nur eines.
  3. Arbeitsmittel vergessen. Sie kommen zusätzlich obendrauf.
  4. Über 210 Tage ansetzen. Bei der Tagespauschale ist bei 1.260 € Schluss.

So hilft dir Restio

Welcher Weg für dich mehr bringt, ist eine kleine Rechnung mit ein paar Bedingungen – genau das nimmt dir Restio ab:

  • Weg vergleichen — sag Restio, wie du arbeitest, und es zeigt dir, ob Arbeitszimmer oder Tagespauschale mehr bringt.
  • Tage zählen — Restio hilft dir, deine Homeoffice-Tage übers Jahr zu erfassen.
  • Sofortantworten — frag auf Deutsch oder Englisch: “Ist mein Zimmer ein Arbeitszimmer im Steuersinn?” oder “Wie viele Homeoffice-Tage kann ich ansetzen?”

Für Grenzfälle beim Mittelpunkts-Test hilft ein Steuerberater – Restio bereitet die Zahlen so auf, dass die Entscheidung leichtfällt.

Homeoffice abzusetzen ist 2026 für fast alle möglich – die Frage ist nur, über welchen Weg. Wer den Mittelpunkts-Test und die 1.260-€-Grenze kennt, wählt richtig und lässt nichts liegen. Die amtlichen Vorgaben erläutert das Bundesfinanzministerium.

Restio

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Restio findet Absetzungen, die du nicht kanntest.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitszimmer und Homeoffice-Pauschale?

Das häusliche Arbeitszimmer ist ein abgetrennter Raum, der den Mittelpunkt deiner gesamten beruflichen Tätigkeit bildet – dann sind die tatsächlichen Kosten oder pauschal 1.260 € im Jahr absetzbar. Die Homeoffice-Pauschale gilt dagegen für jeden Arbeitstag zu Hause (6 € pro Tag, max. 210 Tage = 1.260 €) – ganz ohne separaten Raum.

Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale 2026?

Die Tagespauschale beträgt 6 € für jeden Kalendertag, an dem du überwiegend zu Hause gearbeitet hast – höchstens 210 Tage im Jahr, also maximal 1.260 €. Ein eigenes Arbeitszimmer ist nicht nötig; auch die Arbeit am Küchentisch zählt.

Wann lohnt sich das echte Arbeitszimmer?

Das Arbeitszimmer lohnt sich, wenn es den Mittelpunkt deiner Tätigkeit bildet UND deine anteiligen Raumkosten (Miete, Strom, Heizung) über 1.260 € im Jahr liegen. Dann setzt du die tatsächlichen Kosten unbegrenzt ab. Liegen sie darunter, ist die 1.260-€-Jahrespauschale einfacher.

Kann ich Arbeitsmittel zusätzlich absetzen?

Ja. Schreibtisch, Bürostuhl, Laptop, Monitor und andere Arbeitsmittel setzt du unabhängig von Arbeitszimmer oder Homeoffice-Pauschale zusätzlich als Werbungskosten ab. Die Pauschalen decken nur die Raumnutzung, nicht die Ausstattung.